Durchlass

Durchlässe gehören zu den Kreuzungsbauwerken in Fließgewässern und ermöglichen den Durchtritt von Wasser. Dabei kann es sich um ein Rohr handeln, das unter einer Straße durchführt und so dem Gerinne die Querung ermöglicht. Der Durchlass kann, je nach auftretendem Abfluss, teilgefüllt oder voll durchströmt sein. Der teilgefüllte Durchlass mit freier Oberfläche wird wie ein Gerinne behandelt. Der voll durchströmte Durchlass und der Durchlass, bei dem der Einlass vollständig unter Wasser ist, zählen dagegen zu den Kontrollbauwerken. Hier kommt es zur Begrenzung des Abflusses. Es kann auch zur Kombination beider Zustände kommen, so dass der Durchlass teilweise voll durchströmt und teilweise teilgefüllt wird. Aus verschiedenen Gründen sind Durchlässe hydraulisch nicht günstig: sie verursachen Fließverluste, sind anfällig für „Verstopfungen“ (Müll, Sediment), können Kolk an Ein- und Auslass verursachen und sind im Fall von Hochwasser oft zu klein dimensioniert. Außerdem sind sie ggf. für aquatische Lebewesen schlecht zu überwinden. Brücken sind aus hydraulischer Sicht die bessere Alternative, die allerdings viel teurer ist.

Abflussart 1

voll durchströmter Durchlass, vor und hinter Durchlass Fr<1; hu Abflusstiefe Oberwasser, hc Grenztiefe, Q Abfluss, d Durchmesser Durchlass, hd Abflusstiefe Unterwasser

Abflussart 2

voll durchströmter Durchlass, vor Durchlass Fr<1, unmittelbar hinter Durchlass Fr>1


Abflussart 3

teilgefüllter Durchlass, hier mit Fließwechsel im Eintritt und nach Durchlass; auch möglich: durchgehender Abfluss mit Fr<1 oder Fr>1

Abflussart 4

eingestauter Durchlass mit Abflusskontrolle; Fließwechsel auch im Durchlass möglich, so dass Durchlass teilweise voll läuft