Sedimenttransport

Verlandungen im Rhein

In fast allen offenen Gerinnen gibt es zusätzlich zum strömenden Wasser auch Sedimenttransport, der das Fließverhalten beeinflusst. Sedimenttransport besteht aus Schwebstofftransport und Geschiebetransport. Schwebstoffe sind Feststoffe, die im Wasser suspendiert sind und keinen Kontakt zur Sohle haben. Geschiebe dagegen sind Feststoffe, die an der Sohle entlang bewegt werden. Für das Abflussverhalten in offenen Gerinnen ist der Geschiebetransport die maßgebliche Komponente. Sediment, das sich ablagert („Verlandung“) oder abtransportiert wird (Erosion bzw. Kolkbildung), kann z.B. den Fließquerschnitt oder die Spiegellinien verändern. Sedimenttransport führt auch zu einer veränderten Sohlenstruktur (Bildung von Rippeln oder Dünen, Änderung der Rauheit). Im Fall von Normalabfluss kommt zu den bereits bekannten Gleichungen noch die Berücksichtigung des Transportgleichgewichts am Kontrollvolumen dazu – wird die gleiche Menge Sediment, die das Kontrollvolumen verlässt, auch wieder zugeführt?